Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Über Haarausfall und brüchige Nägel klagen viele Menschen. Sie sind für den Betroffenen oftmals psychisch sehr belastend. Aber brüchige Nägel und ein Haarausfall, der nicht genetisch bedingt ist, sind häufig auch Zeichen des Körpers, der uns auf Fehlfunktionen im Stoffwechsel hinweisen möchte. Dazu gehören u.a.

Eine vermehrte Faltenbildung und ein schlaffes Bindegewebe können auch auf einen Eisenmangel hinweisen. Eisen ist für den richtigen Aufbau und damit die Stabilität und die Elastizität der Kollagene erforderlich. Kollagene sind die wichtigsten Proteine (Eiweiße) in Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Haut und in Hautanhangsgebilden wie Haare und Nägel. Fehlt Eisen, fehlt dem Gewebe die Elastizität. Außerdem brauchen Haare für das Wachstum viel Energie. Die Haarwurzelzellen können bei Eisenmangel nicht ausreichend mit Energie versorgt werden; es kommt zu Wachstumsstörungen, spröden und glanzlosen Haaren, bis hin zum Haarausfall.

Bei Haarausfall, brüchigen Nägeln, vermehrter Faltenbildung und schlaffem Bindegewebe sollte man auch an einen Eisenmangel denken. Natürlich können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. Störungen im Hormonstoffwechsel. Hier kann Ihr Arzt durch gezielte Anamnese und Untersuchung die erforderlichen Schlüsse ziehen.

Da nicht nur Eisen eine Rolle für gesunde Haare, Haut und Nägel spielt, sondern auch andere Mikronährstoffe wie Zink, Biotin, einige Aminosäuren etc. erforderlich sind, kann eine gezielte Blutuntersuchung des Eisenstoffwechsels wie auch der weiteren Mikronährstoffe die Basis für eine Therapie der Mangelzustände sein.

Leiden Sie unter Haarausfall, brüchigen Nägeln, schlaffem Bindegewebe oder vermehrter Faltenbildung?

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

Zum Seitenanfang