Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

 Eisen wird für die Synthese der Nervenbotenstoffen Dopamin und Serotonin benötigt, sowie für die Produktion von Nervenwachstumsfaktoren und für die Regulierung von Genen und Steuerungsmolekülen, die für die Bildung und Anpassungsfähigkeit der Synapsen erforderlich sind. Die Signalübertragung

Eine unzureichende Eisenversorgung in der frühen Kindheit kann bleibende Hirnschäden hinterlassen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, selbst wenn später eine ausreichende Eisenzufuhr erfolgt. Schulkinder, die als Kleinkinder an einer Eisenmangelanämie litten, hatten bei kognitiven Tests schlechtere Testergebnisse als Kinder mit einer guten Eisenversorgung.

ADHS: Verschiedene Faktoren tragen zur Entstehung einer ADHS-Symptomatik bei, u.a. eine Störung des dopaminergen Systems. Eisen ist für ein korrektes Funktionieren des dopaminergen Systems essentiell. Deshalb könnte bei ADHS-Patienten häufig ein Eisenmangel vorliegen. Wissenschaftler aus Spanien untersuchten bei 60 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren den Zusammenhang zwischen der Eisenversorgung und ADHS-Symptomen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Über zwei Drittel der Patienten hatten einen Eisenmangel, der beim unaufmerksamen Typ am häufigsten auftrat. Eine Eisensupplementierung verbesserte hauptsächlich die Symptomatik bei Patienten mit dem unaufmerksamen Typ von ADHS. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Eisensupplemente eine effektive Alternative bei Patienten mit ADHS und Eisenmangel darstellen, speziell beim unaufmerksamen Subtyp.

Da die Hirnleistung nicht nur von Eisen abhängt, sondern auch von verschiedenen anderen Mikronährstoffen, ist zwar die Untersuchung der Eisenversorgung bei Kindern sehr wichtig, es sollten aber auch all jene Mikronährstoffe mit untersucht werden, die im Zusammenspiel mit Eisen für eine gute Hirnleistung von Bedeutung sind.

Leidet Ihr Kind unter Lernstörungen, unter Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen?

 

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

Zum Seitenanfang