Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Seniorin 474
Über 80 Prozent aller stationär behandelten alten Menschen tragen ein erhöhtes Risiko für eine Mangelernährung. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Lehrstuhls für Geriatrie der Uniklinik Köln. Von 1.253 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 80 Jahren waren nur 17,7 Prozent gut ernährt, bei 58,7 Prozent  wurde ein deutliches Risiko für Mangelernährung festgestellt, und 23,6 Prozent waren akut mangelernährt.

Hinweise für eine Mangelernährung können sein: schwacher Allgemeinzustand, erhöhte Sturzanfälligkeit, immer wiederkehrende Infekte, Verdauungprobleme, Verwirrtheitszustände, schlechte Wundheilung, extrem trockene Haut. Es gibt verschiede Ursachen, warum eine Mangelernährung im Alter auftreten kann, wie Appetitverlust, verändertes Geschmacksempfinden, schnell eintretendes Sättigungsgefühl, Kau- und Schluckbeschwerden  oder Resorptionsstörungen des Darms. Viele Ältere sind nicht mehr so mobil und beweglich, so dass sie sich frische, nährstoffhaltige Lebensmittel nicht so leicht beschaffen können und/ oder die Zubereitung schwierig ist. Auch soziale Isolation kann ein Grund sein, warum Menschen im Seniorenalter nur noch unregelmäßig Mahlzeiten zu sich nehmen.
Bei vielen alten Menschen ist die Aufnahme von Eisen, Calcium, Vitamin B6 und B12 aus dem Darm eingeschränkt, weil die Funktion von Darm und Magen gestört ist. Anämien, neurologische Ausfallserscheinungen und viele weitere Erkrankungen könnten durch eine optimale Mikronährstoffversorgung vermieden werden.

Eisen spielt hier wieder eine zentrale Rolle: für die Blutbildung, das Immunsystem, die Herzleistung und die Hirnleistung.

Haben Sie eine oder mehrere dieser Symptome?

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

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