Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Schwanger 474
In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf der werdenden Mutter um das Doppelte an. Es müssen 30 – 40 % mehr Blut gebildet werden, damit sich das werdende Kind gut entwickeln kann. Schwangere sollten daher in den Monaten ihrer Schwangerschaft auf eine optimale Eisenversorgung achten. Es wird empfohlen, täglich 30 – 40 mg Eisen aufzunehmen, entweder durch die Nahrung oder durch Eisentabletten. Ist eine deutliche Anämie mit einem Hb-Wert unter 9 mg/dl vorhanden, sollte unter sorgfältiger Abwägung durch den Arzt evtl. auch eine Eiseninfusionstherapie in Erwägung gezogen werden.

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

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