Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

 

  • Eisen ist nach Aluminium das zweithäufigste Metall in der Erdkruste. Die Konzentration in der Erdkruste beträgt 4,7 %. Der Erdkern besteht aus einer flüssigen und einer festen Eisen-Nickel-Legierung. Bezogen auf den ganzen Erdball ist Eisen mit einem Anteil von 35 % das häufigste Metall überhaupt.
  • Eisen reagiert gerne mit Sauerstoff, es entsteht der bekannte Rost.
  • Der Eisenerzabbau auf der Erde beträgt jedes Jahr ca. 1 Milliarde Tonnen. Eisen ist in reiner Form als Werkstoff nahezu unbrauchbar. Deshalb wird Eisen fast immer mit anderen Elementen legiert. Die Bezeichnung ist dann „Stahl“. Stahl ist der preiswerteste metallische Werkstoff. Es gibt praktisch keinen von Menschen gefertigten Gegenstand, der nicht Eisen enthält oder bei dessen Produktion nicht Werkzeuge aus Stahl zum Einsatz kommen.
  • Es gibt ca. 2500 - 3000 verschiedene Stahl- und Gusseisensorten.
  • Legierungszusätze sind: Nickel, Chrom, Molybdän, Wolfram, Titan, Niob und Vanadium.
  • Jahresproduktion: 800-900 Millionen Tonnen Rohstahl.
  • Weitere Verwendung von Eisenerz: Farbpigmente für Baustoffe, Keramik, Glas
  • Eisen hat eine große Bedeutung in elektronischen Anwendungen, z.B. für Magnetbänder und Magnetplatten. Früher wurden Musikkassetten mit Eisenoxid beschichtet und konnten so magnetisiert und damit Musik oder Sprache darauf gespeichert werden.
  • Eine der wichtigsten Eigenschaften von Eisen ist, dass es magnetisch ist. Alles Leben auf der Erde kann nur durch das Erdmagnetfeld existieren. Pflanzen oder Tiere, welche in einen magnetfeldfreien Bereich gebracht wurden, verkümmerten und starben z.T. sogar.
  • Wie entsteht das Erdmagnetfeld?
  • Durch Temperaturunterschiede zwischen dem festen und dem flüssigen Teil des ca. 5000°C heißen und stark eisenhaltigen Erdkerns und dem Erdmantel kommt der flüssige Teil zum Fließen. Durch diese Bewegung entsteht ein Dynamoeffekt, das Magnetfeld baut sich auf.
  • Manche Bakterien und Tierarten enthalten Magnetitkristalle, welche für die Orientierung im Erdmagnetfeld wichtig sind. Man spricht von Magnetosomen. Auch beim Menschen konnten Magnetitkristalle im Gehirn nachgewiesen werden: ca. 5 Mio. Magnetitkristalle pro Gramm Gehirnzellen. Es ist unumstritten, dass der menschliche Körper recht empfindlich auf Magnetfeldveränderungen reagieren kann. Magnetit ist ein häufiges Eisenmineral.
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