Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Eisen ist nicht nur ein sehr wichtiges Spurenelement für alle Lebewesen, sondern hat auch bemerkenswerte Funktionen im gesamten Kosmos. Dazu einige Fakten:

Ein massereicher Stern erzeugt in seinem Inneren durch Fusion leichter Atomkerne zunehmend schwerere Elemente. Im Inneren eines Sterns können aber keine Elemente, die schwerer sind als Eisen, gebildet werden. Der Grund hierfür ist, dass hierbei keine Energie mehr freigesetzt, sondern verbraucht würde. Die Eisenhäufigkeit in den Sternen stellt so eine Art kosmische Uhr dar. Von einer Sternengeneration zur nächsten erhöht sich der Anteil schwererer Elemente im Weltraum. Daraus ergibt sich der Zusammenhang: Je älter das Universum, desto mehr Eisen müsste es geben. Sterne in der Frühphase der Entstehung des Kosmos dürften nach dieser gängigen Theorie nur wenig Eisen enthalten. Im Jahr 2002 publizierte die ESA, also die Europäische Raumfahrtagentur, dass die Untersuchung eines Quasars eine ungewöhnlich große Menge Eisen aufgezeigt hätte. In diesem Quasar konnte dreimal mehr Eisen nachgewiesen werden als in unserem mindestens viermal älteren Sonnensystem vorhanden ist. Dieser Quasar stammt aus der Frühphase der Entstehung des Universums.

Die Wissenschaftler vermuteten eine bisher unbekannte Möglichkeit der Eisenproduktion, möglicherweise sei aber auch das Universum sehr viel älter, als bisher angenommen.

Im Jahr 2009 berichtete "Welt der Physik" über ungewöhnliche Entdeckungen zur kosmischen Teilchenstrahlung. Bisher glaubten die Wissenschaftler, dass die kosmische Strahlung mit der höchsten Energie überwiegend aus Protonen bestünde. Messergebnisse eines Observatoriums in Argentinien zeigten jetzt, dass die kosmische Strahlung mit wachsender Energie immer mehr Atomkerne des Elements Eisen enthielt. Je höher die Energie der Strahlung war, umso höher war der Eisenanteil. Bisher haben die Wissenschaftler weder eine Erklärung für die Herkunft der Eisenkerne, noch weiß man, wie die Teilchen ihre Reise durch das Weltall überstehen können.

Im November 2013 berichtete Spiegel online, dass Wissenschaftler der europäischen Südsternwarte herausgefunden hätten, dass schwarze Löcher mächtige Materiestrahlen aussenden, die offenbar aus Eisen- und Nickelatomen bestehen.

Referenzen:
eas.int/ger, 30 Juli 2002: Rätselhafte Eisenfabrik im Weltraum
weltderphysik.de, 24.06.2009: Eisenkerne aus dem Weltall
spiegel.de, 14.11.2013: Schwarze Löcher schleudern Eisen ins All

Zum Seitenanfang