Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Die Eiseninfusionstherapie


Leichte Fälle von Eisenmangel können mit Tabletten behandelt werden. Die allermeisten Patienten, bei denen ein Eisenmangel vorliegt, benötigen jedoch eine Eiseninfusionstherapie. Die jeweilige Gesamtmenge sowie die Menge der einzelnen Infusion muss individuell durch den Arzt aufgrund seiner Kenntnisse des Patienten und des Eisenstoffwechsels festgelegt werden.

Krankheitsbilder, die allgemein anerkannt mit der speziellen Eiseninfusionstherapie behandelt werden können:

  • Herzinsuffizienz
  • Chronische Müdigkeit
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • ADHS
  • Restless-legs-Syndrom

Weitere Krankheitsbilder und Beschwerden, die sich aufgrund der Kenntnisse des Eisenstoffwechsels und unserer langjährigen Erfahrung mit Mikronährstoffen und Eisen gut beeinflussen lassen:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Hypertonie
  • Infektanfälligkeit und chronische Infekte
  • Chronische Lungenerkrankungen, z.B. Asthma und COPD
  • Depressive Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  • Bindegewebsschwäche
  • Tumor- und Rheumaanämie


Warum sollen Eiseninfusionen durchgeführt werden?


Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits verhindert die physiologisch geringe Eisenresorption im Darm, im Mittel 6-12 % des verzehrten Eisens, den raschen und adäquaten Aufbau des Eisenspiegels bei ausgeprägtem Mangel. Andererseits bildet sich bei bestimmten Krankheiten, z.B. bei Herzschwäche, vermehrt das Leberprotein Hepcidin, das die Eisenaufnahme in Darm hemmt. Des weiteren ist in der heutigen stress- und schadstoffbelasteten Zeit der Eisenbedarf deutlich höher als noch vor einigen Jahrzehnten. Aufgrund dieser Tatsachen erweist sich eine wirksame Aufbautherapie durch die Einnahme von Eisenpräparaten häufig als sehr schwierig. Bei manchen Krankheitsbildern wie z.B. Herzinsuffizienz ist die intravenöse Eisengabe die einzig erfolgversprechende und durch Studien verifizierte Form der Eisensubstitution.


Bestimmung der notwendigen Gesamteisenmenge


Ganzoni-Formel zur Berechung der notwendigen Gesamtsubstitutionsdosis:

Eisendefizit (mg) = (15 g/dl – istHb g/dl) x Körpergewicht (kg) x 2,4 + Reserveeisen 500 mg

Ein Beispiel: Eine Patientin mit Hämoglobin von 12 g/dl (ein sehr häufiger Wert bei Frauen) und einem Körpergewicht von 60 kg braucht insgesamt laut dieser Formel ca. 1000 mg Eisen.


Zahl der Infusionen und Einzeldosis pro Infusion


Die Zahl der Infusionen und die Einzeldosis pro Infusion werden aufgrund der Untersuchungsergebnisse, aber auch aufgrund der individuellen Stoffwechsellage des Patienten, der Reaktionsfähigkeit seines Organismus, der Regulationsfähigkeit seines autonomen Nervensystems u.a.m. individuell festgelegt. Dabei sollte regelmäßig der Effekt der Infusionen anhand der Parameter des Eisenstoffwechsels kontrolliert werden.

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