Diagnostisches Centrum   /   HG Naturklinik Michelrieth

Jung 474

Durch die monatliche Regelblutung verlieren Frauen bei einer normal starken Blutung bis zu 80 ml Blut, und damit bis zu 40 mg Eisen. Bei einer sehr starken Regelblutung oder bei einem verkürzten Zyklus können es auch mehr sein. Das bedeutet, dass Frauen vor der Menopause regelmäßig täglich 10 – 30 mg Eisen über die Nahrung oder als Tablette zu sich nehmen müssten, um allein den Eisenverlust durch die monatliche Blutung auszugleichen, denn oral eingenommenes Eisen wird nur zu 5 – 10 % aus dem Darm aufgenommen.

Da dies in den wenigsten Fällen geschieht, besteht bei Frauen durch die monatliche Regelblutung ein sehr viel größeres Risiko, einen Eisenmangel zu haben. Viele Frauen, bei denen wir den Eisenstoffwechsel untersucht haben, leiden schon seit Jahren an einem chronischen Eisenmangel mit sehr niedrigen Eisenspeichern. Das bedeutet, dass über Jahre der Körper sich darauf eingestellt hat, den Organismus mit niedrigsten Eisenmengen am Leben zu erhalten, und daher viele Funktionen auf Sparflamme herunterreguliert hat. Hier dauert es oft monatelang, manchmal bis zu 2 Jahren, bis sich die Eisenspiegel wieder soweit erholt haben, dass die Stoffwechselfunktionen wieder regulär arbeiten können.

Haben Sie schon einmal Ihren Eisenspiegel kontrollieren lassen? Fühlen Sie sich öfter müde und erschöpft?

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

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