Diagnostisches Centrum   /   HG Naturklinik Michelrieth

1. Negative Eisen-Balance

Bei Störungen des Eisengleichgewichts werden zuerst die Eisenspeicher aufgebraucht. Dadurch sinkt der Ferritinwert kontinuierlich ab. Parallel dazu verringert sich die Eisenkonzentration im Organismus. In dieser Phase treten noch keine Mangelsymptome auf; ein Nachweis ist nur labortechnisch möglich.


2. Eisenmangel oder Eisenmangelsyndrom

Sobald die für Eisenmangel typischen Symptome auftreten (siehe nächstes Kapitel) und der Ferritinwert ein bestimmtes Niveau unterschreitet, besteht ein Verdacht auf das Vorliegen des Eisenmangelsyndroms IDS (iron deficiency syndrome). Der Ferritinwert, bei dem die ersten Mangelsymptome auftreten, ist individuell unterschiedlich. In dieser Phase versucht der Körper, den Eisenmangel durch verschiedene Mechanismen zu kompensieren und den roten Blutfarbstoff Hämoglobin (Hb) noch in einem Bereich zu halten, der die Versorgung der Organe und weitere wichtige Funktionen des Hämoglobins gewährleistet.


3. Eisenmangelanämie

Etwa fünf bis zehn Jahre nach dem Auftreten der ersten Eisenmangelsymptome kann der Köper nicht mehr kompensieren. Ein unbehandelter Eisenmangel kann schließlich derart ausgeprägt sein, dass der Körper sogar die Funktion der Blutbildung drosselt und damit eine Eisenmangelanämie entsteht.

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