Diagnostisches Centrum   /   HG Naturklinik Michelrieth

Eisen spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel des Gehirns. Eisenhaltige Enzyme werden für die Bildung der Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter) Dopamin und Serotonin gebraucht. Störungen des Neurotransmitterhaushalts sind häufig mit Depressionen, Ängstlichkeit und vielen anderen psychischen Störungen assoziiert.


Neben seiner Beteiligung an der Neurotransmitterbildung ist Eisen auch für verschiedene zelluläre Prozesse der Nervenzellen des Gehirns unerlässlich. Es wird z.B. für die Herstellung von Nervenwachstumsfaktoren benötigt und für die Regulierung von Genen und Steuerungsmolekülen, die für die Bildung und Anpassungsfähigkeit der Synapsen erforderlich sind. Die Signalübertragung an den so genannten NMDA-Rezeptoren ist auf eine ausreichende Eisenverfügbarkeit angewiesen, ebenso die Bildung von Stickoxid, das als Signalgas im Gehirn für das Lernen und für die Gedächtnisbildung benötigt wird.

Sind Sie öfter gereizt, niedergeschlagen, können sich nicht richtig konzentrieren? 

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

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