Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

Sehr viele Patienten mit einer Krebserkrankungen leiden an Blutarmut oder entwickeln diese während einer Strahlen- und/oder Chemotherapie.

Bei jeder Krebsart werden Entzündungsbotenstoffe aktiviert, mit einer Bildung des Eiweißes Hepcidin in der Leber, welches die Aufnahme von Eisen aus dem Darm hemmt. Bei manchen Krebsarten kann es zu Blutungen kommen, was ebenfalls zu einer Blutarmut führt.

Bei einer Chemotherapie und bei manchen Arten von Bestrahlung kommt es zu einer Zerstörung der Zellen im Knochenmark, aus welchen die Blutzellen gebildet werden. Was wiederum eine Anämie zur Folge hat.

Diese so genannte Tumoranämie hat für die betroffenen Patienten weitreichende Folgen. Es kann zu massiver Erschöpfung kommen, zu Herzschwäche und Atemnot, Schwindel und Schlafstörungen oder zu Depressionen. Besonders die schnelle Erschöpfbarkeit, die stark verringerte Leistungsfähigkeit wie auch die Beeinträchtigung der Hirnleistungsfähigkeit macht den Patienten stark zu schaffen.

Führt man hier rechtzeitig eine Analyse des Eisenstoffwechsels durch und beginnt frühzeitig mit einer Eiseninfusionstherapie, können viele dieser gerade genannten Beschwerden einschließlich der Nebenwirkungen der Chemotherapie und/oder Bestrahlung abgemildert werden. Studien zeigen auch, dass bei entsprechender Eiseninfusionsbehandlung oftmals sonst erforderliche Bluttransfusionen vermieden werden konnten. Ebenso konnte nachgewiesen werden, dass Eisen in Form von Infusionen gegeben werden sollte, da eine Einnahme von Eisentabletten oft unwirksam ist.
Interessant ist auch, dass Prof. Jürgen Dunst aus Halle proklamiert, der Hb-Wert sollte nicht unter 12,5 mg/dl liegen, da ansonsten die Bildung des VEGF (vessel endothelial growth factor) angeregt wird, was die Metastasenbildung fördert. Dr. Robert Lavey (University of California, Los Angeles) beschreibt eine verbesserte Ansprechrate bestimmter Chemotherapien, wenn der Hb-Wert über 12,5 mg/dl liegt. Beides spricht wiederum für eine frühzeitige und ausreichende Eiseninfusionstherapie.

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