Diagnostisches Centrum   /   Naturklinik Michelrieth

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Eisen hat mehrere Funktionen im Stoffwechsel des Gehirns. Es ist für die Myelinsynthese, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Ausbildung von Synapsen und Dentriten und auch für die Bildung von Dopamin und Serotonin erforderlich. Bei einem Eisenmangel kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hirnstoffwechsels kommen.

Insbesondere ein Eisenmangel im Säuglingsalter oder in der frühen Kindheit kann mit gravierenden und vor allem auch anhaltenden Hirnleistungsstörungen assoziiert sein. In mehreren Studien zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Konzentration des Eisenspeicherproteins Ferritin und dem Schweregrad einer ADS-Symptomatik. Es gibt auch Hinweise dafür, dass ein Eisenmangel die neurotoxischen Effekte von Blei erhöht.

Polnische Forscher aus Warschau werteten die verfügbaren Doppelblindstudien über die Effekte einer Eisensupplementierung bei schwangeren Frauen, Säuglingen und Kleinkindern hinsichtlich der mentalen und psychomotorischen Entwicklung aus. Drei der fünf Doppelblindstudien zeigten einen günstigen Effekt einer Eisensupplementierung auf die psychomotorische Entwicklung der Kleinkinder, was durch eine entsprechende Metaanalyse bestätigt wurde. Eine Eisensupplementierung bei Säuglingen hat also wahrscheinlich einen positiven Einfluss auf die psychomotorische Entwicklung der Kinder.

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