Diagnostisches Centrum   /   HG Naturklinik Michelrieth

Klo 474

Darmerkrankungen kommen in der deutschen Bevölkerung relativ häufig vor. Das Reizdarmsyndrom gehört zu den häufigsten Gesundheitsstörungen überhaupt. Bis zu 16 Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer in Deutschland sind davon betroffen, also rund sieben Mio. Menschen.

Eine weitere wichtige Gruppe bilden die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), dazu zählen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. An diesen Erkrankungen leiden etwa 2,2 Mio. Menschen in Europa. Die Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung des Dickdarmes mit Geschwürbildung der Schleimhäute, beim Morbus Crohn kann der gesamte Verdauungstrakt vom Mund bis zum Darmausgang von der Entzündung betroffen sein. Beide Krankheiten verlaufen in Schüben.

Bei den CED-Erkrankungen kommt es zu einer verstärkten Bildung und Freisetzung entzündungsfördernder Zytokine. Auch sind vermehrt Stoffwechselprodukte der Arachidonsäure wie Prostaglandine und Leukotriene nachweisbar. Es kann durch die Entzündungen einerseits zu Blutungen kommen, andererseits können bei einer Entzündung, insbesondere des Dünndarmes, viele Stoffe nicht aufgenommen werden. Der Blutverlust führt u.a. zu einem Eisenmangel, und die Aufnahme von Eisen aus einem entzündeten Darm, die ohnehin unter optimalen Bedingungen nur 10 % - 12 % der mit der Nahrung aufgenommen Eisenmenge ausmacht, kann nahezu ganz zum Erliegen kommen. Weiter hat die Schädigung der Darmwand durch die Entzündungsprozesse zur Folge, dass bei Patienten mit CED sehr häufig weitere Mangelzustände bei der Vitamin- und Mineralstoffversorgung auftreten, wovon bevorzugt die fettlöslichen Vitamine sowie Folsäure und Vitamin B12 betroffen sind.

Die Darmschleimhaut ist ein schnell proliferierendes Zellsystem und auf eine gute Versorgung mit allen erforderlichen Mikronährstoffen angewiesen. Ein Mangel an Mikronährstoffen führt daher zu einer Beeinträchtigung von Struktur und Funktionsfähigkeit der Darmmukosa.

Mikronährstoffdefizite treten also nicht nur als Folge von Darmerkrankungen auf, sondern begünstigen auch deren Entstehung. Die Fehlernährung bei CED spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Folgeerkrankungen wie Osteoporose, Anämie etc.

Bei entzündlichen und nicht entzündlichen Darmerkrankungen bestimmen wir daher in der HG Naturklinik Michelrieth und der Praxis für Orthomolekulare Medizin DCMS die Parameter des Eisenstoffwechsels, um den Eisenbedarf ermitteln zu können, wie auch einige anderen Mikronährstoffe in einer gezielten Blutanalyse. Dadurch ist eine gezielte Therapie der Krankheit selbst, der Folgekrankheiten und der Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Immunschwäche möglich. 

Leiden Sie an chronischen entzündlichen Darmerkrankungen? Leiden Sie an Verdauungsstörungen?

Eisenmangel nicht unterschätzen!

Ein Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind betroffen. Global sind 50 Prozent der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Auch in Deutschland ist ein Eisenmangel weit verbreitet - 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen erreichen die tägliche Zufuhr an Eisen nicht, so das erschreckende Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II  von 2008.

Ein Eisenmangel wird leider allzu oft verharmlost, und ein entsprechender Leistungsabfall als "normal" eingestuft. Eine Unterversorgung mit Eisen kann so jahrzehntelang unentdeckt bleiben und mit entsprechenden Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen etc. einhergehen - Symptome, die eigentlich völlig unnötig sind und das Leben massiv beeinträchtigen.

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