Diagnostisches Centrum  

Presse Pixelio 474

Am 13.02.2016 publizierte Focus.online einen Artikel unter folgender Überschrift: "Tausende Deutsche schlucken das Mittel täglich - doch es ist Gift für die Zellen". Unter dieser provokanten Überschrift wird das Spurenelement Eisen als offensichtlich stark gesundheitsschädlich eingestuft. Britische Wissenschaftler des Imperial College London hatten in einem Zellkulturversuch den Einfluss von Eisen auf menschliche Endothelzellen untersucht und konnten nachweisen, dass es bei Eisenkonzentrationen von mehr als 10 µmol/l zu DNA-Schäden kam, die eine entsprechende Reparaturantwort der Zellen auslösten.

Bei dieser Studie handelte es sich um einen Zellkulturversuch, bei dem das biochemische Verhalten isolierter Zelllinien untersucht wurde. Hierbei ist zu beachten, dass ein Zellkulturversuch in keinster Weise die realen Verhältnisse in der Blutbahn eines Menschen widerspiegeln kann.

Für die Funktionsfähigkeit der Blutgefäße im Menschen spielt eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle. Aus den Ergebnissen eines Zellkulturversuchs kann auch nicht abgeleitet werden, dass ein Spurenelement sozusagen einen "Giftcharakter" hätte. Man würde ja auch nicht eine pharmakologische Substanz deshalb als Arzneimittel zulassen, wenn sie im Zellkulturversuch irgendeine positive Wirkung gezeigt hätte.

Eisen ist ein Spurenelement mit umfassender Bedeutung im Stoffwechsel des Menschen. Es ist nicht nur wichtig für den Sauerstofftransport und für die Sauerstoffspeicherung, sondern hat eine Vielzahl anderer biochemischer Funktionen wie z.B. Bereitstellung von Energie in der Zelle, Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe, Entgiftungskapazität der Leber, Bildung von Steroidhormonen uvm.

Es ist also nicht verwunderlich, dass bei einer schlechten Eisenversorgung, Energiemangel, Erschöpfung, Müdigkeit, psychische Befindlichkeitsstörungen, Hirnleistungsstörungen, geringe körperliche Belastbarkeit als erste Anzeichen auftreten.

Nach unserer langjährigen Erfahrung ist bei den oben erwähnten Beschwerden eine Eisentherapie oftmals von großem Nutzen und führt zu einer deutlichen Besserung der Befindlichkeit der Patienten. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass eine Eisentherapie von Seiten der Kardiologen bei der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz zunehmende Verbreitung und Akzeptanz findet. Die Erfolge der Eisentherapie sind hierbei unabhängig davon, ob eine Eisenmangelanämie vorliegt oder nicht.

Leider ist generell zu beobachten, dass in deutschsprachigen Medien gerne einzelne Negativergebnisse von Studien überzogen dargestellt werden, während Hunderte von Positiv-Studien keinerlei Erwähnung finden. Warum wird nicht darüber berichtet, dass bei einer Eisentherapie wegen Erschöpfung, Müdigkeit, Energiemangel häufig sehr gute Ergebnisse erzielt werden und dass mehr Menschen als einem Eisenmangel leiden, als gemeinhin angenommen?

Referenz:
focus.de, 12.02.2016: Tausende Deutsche schlucken das Mittel täglich - doch es ist Gift für die Zellen

 

 

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