COPD ist eine Hauptursache für Krankheit und Sterblichkeit. Ein Eisenmangel mit oder ohne Anämie ist mit anderen chronischen Erkrankungen wie z.B. Herzinsuffizienz assoziiert. Britische Wissenschaftler untersuchten jetzt, inwieweit ein Eisenmangel auch bei COPD eine Rolle spielt. Sie fanden heraus, dass ein Eisenmangel bei COPD-Patienten häufiger auftritt als bei entsprechenden Kontrollpersonen, und ein Eisenmangel scheint durch eine erhöhte Entzündungsaktivität verstärkt zu werden. Ein Eisenmangel hat einen Zusammenhang mit Sauerstoffmangel sowie mit vermehrten Ausbrüchen und auch einer geringeren körperlichen Belastbarkeit. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es naheliegend, dass eine intravenöse Eisentherapie auch bei COPD erprobt werden sollte.

Referenz:
Nickol AH, Frise MC et al.: A cross-sectional study of the prevalence and associations of iron deficiency in a cohort of patients with chronic obstructive pulmonary disease; BMJ Open. 2015 Jul 6;5(7):e007911.