Mehr als 25 Prozent der Weltbevölkerung sind von einer Anämie betroffen, davon leiden mehr als 50 Prozent an einer Eisenmangelanämie. Kinder unter sieben Jahre sind die Bevölkerungsgruppe, die am empfindlichsten auf einen Eisenmangel reagiert. Ein Eisenmangel kann Veränderungen des Neurotransmittergleichgewichts bewirken, die Myelinsynthese stören, die Synapsenbildung beeinträchtigen und die Funktion der Basalganglien vermindern. Eine Eisenmangelanämie beeinflusst daher negativ kognitive Funktionen und die psychomotorische Entwicklung. Ein Eisenmangel ist eine häufige Begleiterkrankung bei ADHS und bei autistischen Störungen. Die Autoren des Fachartikels, Wissenschaftler aus Kasachstan und Rumänien, empfehlen eine Eisenanreicherung von Nahrungsmitteln und eine Eisen-Supplementierung zur Vermeidung kognitiver Störungen.

Referenz:
Pivina L, Semenova Y et al.: Iron Deficiency, Cognitive Functions, and Neurobehavioral Disorders in Children; J Mol Neurosci. 2019 May;68(1):1-10. doi: 10.1007/s12031-019-01276-1. Epub 2019 Feb 18.