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Es ist bekannt, dass Eisensupplemente den Hepcidinspiegel erhöhen, letzteres ist ein Hormon, das u.a. die Eisenresoption im Darm reguliert. Wissenschaftler aus den Niederlanden und der Schweiz untersuchten bei 54 nicht-anämischen jungen Frauen mit einem Plasmaferritin unter 20 µg/l verschiedene Formen der Eisenverabreichung. Dabei zeigten sich interessante Ergebnisse: Eine sechsfache Erhöhung der Eisendosis führte nur zu einer dreifachen Erhöhung der absorbierten Eisenmenge. Die Verteilung der Eisenaufnahme auf drei Tagesdosen erwies sich als nicht besser als bei zwei Einnahmen vormittags. Die Verabreichung kleiner Dosen (40 - 80 mg Eisen) und die Vermeidung einer Zweifachgabe am Tag führte zu einer maximalen Eisenabsorption. Die Dauer des Hepcidinanstiegs nach Eisensupplementierung legt sogar nahe, dass Eisen nur an jedem zweiten Tag verabreicht werden sollte. Allerdings betonten die Autoren der Studie, dass hierfür noch die Langzeiteffekte untersucht werden müssen.

Referenz:
Moretti D1, Goede JS et al.:  Oral iron supplements increase hepcidin and decrease iron absorption from daily or twice-daily doses in iron-depleted young women; Blood. 2015 Aug 19.

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